Engagment with Hyper-Sync

April 01, 2013  •  1 Kommentar

Ostermontag und ein Engagementshooting. Annika und Jens hatten echt Glück, denn nach einem sehr langen Winter ist nun das Wetter perfekt und die Sonne scheint. Ich hoffe der Frühling hält nun Einzug und ist nicht nur kurzer Besucher. Das Wetter war perfekt für Gegenlichtaufnahmen. Ich bin sehr früh  aufgestanden, denn ich hatte meine Akkus nicht geladen und mein Equipment am Vortag noch nicht gepackt. Als Erstes habe ich geprüft, ob der Jinbei DC1200 noch Saft hatte, denn ich brauchte etwas mehr Power im Gepäck um der Sonne zu trotzen. Ich hatte Glück und der Akku war noch nicht leer. „Ich bin mal gespannt, wie viele Auslöser ich da noch heraushole“, dachte ich mir aber sicher wird es reichen.  Da Wind kaum vorhanden war, habe ich eine 120er Octabox mit Wabe gleich dazu gepackt. Pünktlich am Lippesee angekommen, haben wir uns am Jachtclub getroffen, wo die Fotos auf einem Bootssteg erstellt werden sollten. Schnell ist alles aufgebaut und der Jinbei ist startklar.

Fotos oben: Canon EOS 5D mkIII mit EF85mm f/1.2 @ 1/8000sec, f/2.2 und ISO100

 

Die Sonne war extrem stark, so dass ich Graufilter dabei haben hätte müssen, um große Blenden zu verwenden. Für mich gehören Portraits mit sehr großer Blende zu einem Portraitshooting einfach dazu, nur was machen, wenn man an die Grenzen der Kamera stößt? Diese besagte Grenze der Kamera nennt man auch X-SyncTime und ist die maximale Geschwindigkeit des Verschlusses, bevor dieser dem Blitzlicht nicht ausreichend Zeit gibt den Sensor zu belichten. Dieses bedeutet, der Kameraschlitzverschluss ist nach der X-SyncTime bereits so weit geschlossen, dass er nur noch einen Teil des Sensors freigibt. Bei den meisten Kameras liegt diese Grenze zwischen 1/160sec und 1/250sec Verschlusszeit. Bei Gegenlichtsituationen reicht dieses dann leider nicht aus, so dass man mit Graufiltern versuchen kann, die einfallende Lichtmenge zu reduzieren. Da dieses aber wieder ein weiterer Glaskörper vor der Linse ist, hat es gewisse Nebeneffekte, die nicht immer erwünscht sind. In meinem Fall habe ich aber bewusst den Graufilter Zuhause gelassen. Mit meinen PocketWizards flexTT5 nutze ich einen Trick, der mich bis zu 1/8000sec Fotografieren lässt.  Damit habe ich absolute Kontrolle über das Umgebungslicht und kann sehr große Blenden ohne Graufilter benutzen. Die PocketWizards flexTT5 haben eine Funktion, die HyperSyn heißt. Damit wird es möglich den Verschluss erst auszulösen, wenn der Blitz bereits ausgelöst hat. Bei Blitzköpfen mit recht langer Abbrenndauer wird genau dieser qualitativer Nachteil zum Vorteil umgedreht und das Tale des Blitzes wird dazu verwendet, um den Sensor zu belichten. Dieses Verfahren hat so einige Schwächen, so dass man erst mit seinem Equipment viel üben muss um ein perfektes Ergebnis zu erzielen. Die Faustformel „Volle Power – hat die längste Abbrenndauer“ hat sich aber bei mir sehr bewährt und der Jinbei DC1200 hat genügend Reserven um viele Auslöser so zu bewältigen.

Fotos unten: Canon EOS 5D mkIII mit EF85mm f/1.2 @ 1/8000sec, f/2.2 und ISO100


Kommentare

Matthias(nicht registriert)
Ach guck, den Jens kenne ich ja noch von WN ;) So klein ist die Welt! Wirklich tolle Fotos. Gratulations ans Paar!

Lg
Matthias
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